Und jetzt zum Unzumutbaren

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Moby-Dick

Es gibt da draussen Menschen, die glauben, dass wir auf unserer Reise durch Österreich die Geschichten unserer Begegnungen lediglich erfinden würden. Weil sie anscheinend nicht jenem Bild entsprechen, das sich unsere Leserinnen und Leser von ihrem Land gemacht haben. Zu deren Überraschung müssen wir allerdings sagen, dass wir bislang nur von jenen Treffen berichtet haben, die wir unserer Leserschaft zuzumuten uns in der Lage sahen.

Da gäbe es zum Beispiel ganz andere Geschichten – wie jene von dem Mann, der sich auf dem Weg nach Irgendwo verlaufen hatte und daher nirgendwohin gehen konnte. Also blieb er einfach stehen. Leider traf er diese Entscheidung, als er auf der Landstrasse 132 unterwegs war und wir mit unserem Wohnmobil des Weges kamen. Wir konnten gerade noch bremsen, eine unserer Kameras jedoch, die sich auf der hinteren Rückbank befunden hatte, schoss aufgrund des abrupten Bremsvorgangs nun den Mittelgang zwischen den Mitfahrern entlang, knallte durch die Windschutzscheibe, schaltete sich aufgrund der Erschütterung von selbst ein, bevor sie am Kopf des auf der Straße stehenden Mannes zum Halten kam, nicht ohne ihm vorher so über den Scheitel zu fahren, dass der Haken, an welcher die Kamera noch den Bruchteil einer Sekunde zuvor befestigt gewesen war, dem Mann einen Schlag versetzte, was dazu führte, dass sich der Mann nun wieder – ja, schlagartig – daran erinnerte, wohin er gehen hatte wollen; wozu es nun allerdings etwas zu spät war, da das plötzliche Stoppen unseres Wohnmobils den hinter uns fahrenden Lastwagen erschreckte bzw. den hinter dem Lenkrad vor sich hin dösenden Fahrer, so dass es diesem nicht mehr gelang, auf die Bremse zu treten und dessen Zwölftonner nun so auf unsere rückwärtige Stossstange rauschte, dass er unser Wohnmobil einen kleinen Hüpfer nach vorne machen ließ und den Mann, nun ja, zerdrückte.

Haben wir alles auf Kamera, wenn’s keiner glaubt. – Und nächste Woche erzählen wir die Geschichte jener jungen Frau, die Stimmen hörte. Sie schloss sich in ihrem Badezimmer ein und hielt ihren Kopf unter die donnernde Brause, um die Stimme in ihrem Kopf zu ertränken. Aber wie gesagt: erst nächste Woche. (ps)

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